Presse

05.10.2023 Tagesspiegel

Unser Statement dazu

Der letzte Senat hatte eine tragfähige Lösung gefunden, das Wohngebiet um die Kastanienallee von Durchgangs- und Schwerlastverkehr zu entlasten. Die aktuelle Ausbauplanung sollte einer regelkonformen Sanierung weichen, inklusive sicherer Radwege und unter Erhalt der 100 gesunden Kastanien. Die neue Senatorin Schreiner plant nun die Kastanienallee nicht nur aus dem Radvorrangnetz zu nehmen, sie geht noch weiter und will geplante Radwege gar nicht erst bauen, um eine LKW Trasse über einen Schulweg zu führen. Die Belastung durch Schwerlastverkehr wird dadurch erheblich steigen, der Schulweg weiterhin unzumutbar bleiben. Die Lösung, die parallele Nordendstraße zu einer Fahrradstraße umzubauen, ist nicht nur aufgrund des fehlenden Straßenquerschnitts unmöglich. Auch zwingen Senat und Bezirksamt damit die fahrradfahrenden Grundschüler*innen tatsächlich zu einem riskanten Umweg von 10 bis 15 Minuten, nur damit der gefährliche Schwerlastverkehr auf direktem Weg zum Ziel fahren kann. Das gibt LKW schlicht Vorrang vor Schüler*innen. Dieses extreme Risiko lässt sich beziffern: von Januar 2021 bis Juli 2023 sind in der Kastanienallee 13 Radfahrer*innen in einen Verkehrsunfall verwickelt worden, davon zwei Personen schwerverletzt. Das sind für eine so schmale Wohnstraße und einen direkten Schulweg erschreckende Zahlen. Mittlerweile organisieren sich über 30 Anwohner*innen in der Bürgerinitiative Kastanienallee, um die Interessen der Nachbarschaft zu vertreten. Über die Unterstützung der Deutschen Umwelthilfe und des NABU würden wir uns sehr freuen. Uns allen stehen mächtige, rechtliche Hebel zur Verfügung. Diese werden wir bedienen. Noch wurde das Mobilitätsgesetz nicht zu Ungunsten der Sicherheit unserer Kinder verändert. Lebensrettende Radwege zugunsten von Schwerlastverkehr zu verhindern, ist ein Skandal.


09.02.2023 Tagesspiegel

Welche Aussagen in dem Artikel sind falsch?

„in Arbeit“


07.02.2023 Tagesspiegel


23.01.2023 Berliner Morgenpost


12.01.2023 Tagesspiegel


28.12.2022 Berliner Morgenpost

Welche Aussagen in dem Artikel sind falsch?

1. Einzelne Aktivisten verhindern die Ausbauplanung. 

Falsch! Diese verhindert sich selbst und die Mehrheit der Anwohner*innen ist gegen den als Sanierung getarnten Ausbau.

2. Ausbauplanung bringt eine Verbesserung für die Anwohner*innen! 

Falsch! Die prognostizierten Verkehrszahlen planen mit 1000 LKW / Schwerlastern pro Tag nach Ausbau! Die fehlende Wirksamkeit der Schallschutzmaßnahmen im Zuge des Ausbaus ist belegt.

3. Radwege sind zu schmal. 

Leider nicht die vollständige Wahrheit. Straßenquerschnitt, Fußwege, Überquerungen sind falsch berechnet, wodurch die Planung nicht umsetzbar ist. 

4. Flächenankäufe zur Planungsumsetzung notwendig:

auch mit Enteignung oder Flächenankäufen ist der notwendige Querschnitt nicht gegeben!

5. Die Verlagerung des Schwerlastverkehrs in andere Straßen ist nicht möglich. 

Falsch! Die Kastanienallee ist lt. Ordnung und Funktionsstufe nicht für Schwerlastverkehr vorgesehen (BerlSTrG), diese Verkehrsart kürzt hier nur ab und könnte mit einer Umfahrung von 10-15 Minuten über zwei-, größtenteils 4-spurige Straßen I. Ordnung die Kastanienallee als reine Wohnstraße umfahren.

usw.